Abartige Geschichten

04.07.2020

Die Dimensionen des Bösen 


Informationen zum Buch


Verlag: Independently published

Erscheinungsdatum: 11 Juni 2019

Buchlänge: 347 Seiten

Taschenbuchformat

Genre: Horror


Klappentext


Oftmals nimmt das Abartige im Leben der Menschen einen deutlich größeren Raum ein, als man auf dem ersten Blick meint.Verschleiert hinter ihren Masken tragen sie vielerlei Dinge in sich, die wir nicht für möglich halten. Einige dieser Dinge halten sie selbst nicht für möglich. Es bedarf äußerster Vorsicht, hinter diese Masken zu sehen, damit die Menschen keinen Schaden nehmen. Markus Lawo hat eine Reihe namhafter und noch nicht namhafter Autor*innen gefunden, um diese Abgründe zu ergründen. 


Rezension


Vorab ein riesen großes Dankeschön an den lieben Markus, der mir sein abartiges Werk als Rezensionsexemplar hat zukommen lassen.

Wo fängt man am besten an wenn ein Werk völlig aus der Reihe des uns bekannten tanzt?

Gesteuert von einer Gruppe an Menschen aus schwarzen Seelen und kranken Köpfen, denn genau so etwas kommt am Ende dabei raus. Eine Geschichte oder besser gesagt mehrere Kurzgeschichten die teilweise vor Brutalität und Grauen kaum noch zu toppen sind.

Gerade durch die Vielfalt der Inhalte und verschiedenen Autoren, ist es wie ein kleines Lexikon des Bösen das uns geboten wird, um in die verschiedenen Welten der jeweiligen Autoren hinein zu schnuppern. Das Ziel dabei: Es inspiriert einen teils dazu vielleicht ein weiteres Exemplar eines Autoren zu lesen.

Der Aufbau ist mehr als nur gelungen, denn di verschiedenen Kapitel wurden nicht einfach nur heruntergeschrieben, nein jeder hat hierbei seine ganz besondere Aufmerksamkeit bekommen.

Dieser Aspekt spiegelt sich dann ebenfalls im Design wieder. Denn zum Start der Geschichte hat jeder vertretende Autor ein Krankenblatt gewidmet bekommen, die die Schwerpunkte und teilweise auch Werke der Person wiedergegeben. Dabei spielt man mit böser Ironie und fabelhaften Humor. Obwohl dieses Buch von seiner Brutalität kaum zu überbieten scheint, hatte ich somit Momente die mir ein kleines Schmunzeln auf die Lippen gezaubert haben. Absolut gelungen und toll durchdacht !

In diesem Punkt spreche ich demnach gleich eine kleine Warnung aus, denn dieses Buch und die Zusammenfassung verschiedener Horrorszenarien ist garantiert nichts für schwache Nerven !!!

Als besonderes Highlight des Buches geht für mich der Steckbrief und somit das Patientenblatt des eigenen Autoren hervor. Einfach nur grandios durchdacht und es verleiht all dem den kleinen letzten Kick den es noch brauchte um optimal zu werden. Ich habe mich in diesem Werk völlig verloren und es innerhalb kürzester Zeit verschlungen.

Es ist wie ein Fundus des Bösen, gesammelt und erstellt für all die verlorenen Seelen dort draußen.

Es trotzt durch seine Vielfalt an grauenhaften Geschichten.

Die Kapitel Längen sind optimal und ermöglichen das abtauchen für zwischendurch in die abartige Welt des Schrecken.

Als zwei kleine negative Punkte muss in anmerken, dass ich einige Rechtschreibfehler (oder Druckfehler) gefunden habe, die mich auf Dauer dann beim lesen ab und an etwas gestört haben.

Der zweite Punkt ist eine rein geschmackliche Sache von meiner Seite aus, da ich das Design des Covers etwas to much fand. Für mich hat man es hierbei etwas zu sehr versucht und es wirkt beinahe schon ein wenig zu sehr bearbeitet.

Fazit: Ein atemberaubender Fundus des Horrors wird uns geboten durch eine wunderbares gemeinschaftliches Projekt. Für diese Entstehung möchte ich allen Autoren des Schrecken da draußen danken, die uns dieses Buch ermöglicht haben. Hierbei natürlich an erster Stelle Markus zu erwähnen. Es ist garantiert nichts für schwache Nerven. Es lebt durch seine Vielfalt an abartigen Kurzgeschichten und lässt einen teils auch durch gnadenlose Selbstironie und Humor auf schmunzeln. Für mich eine Empfehlung und somit 5/5 Sterne durch seine Außergewöhnlichkeit.