Die Anstalt der Toten

27.07.2020

Parallelwelt des Leidens 


Information zum Buch


Verlag: Redrum Verlag

Autor: Moe Teratos 

Erscheinungsdatum: Anfang 2020

Buchlänge: 325 Seiten

Genre: Thriller

Format: Taschenbuch

ISBN: 978-3-95957-744-1

Preis: 14,99 Euro


Klappentext


Yannick Gerlach ist der Sohn liebender und wohlhabender Eltern. Eigentlich sollte er glücklich sein, doch das ist er nicht. Ihn quälen Suizidgedanken und er wird immer wieder zum Opfer seiner eigenen Ängste. Dann passiert das Unfassbare: Durch einen schrecklichen Unfall, an dem Yannick die Mitschuld trägt, kommt sein kleiner Bruder Theodor ums Leben. Yannick wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Was er dort erlebt, stellt jeden Schmerz, den er je gespürt hat, in den Schatten. Denn in der Seelenheil-Klinik leben nicht nur die Patienten unter menschenunwürdigen Verhältnissen, sondern auch die Geister derjenigen, die dort gewaltsam zu Tode gekommen sind. Yannick versinkt in einem Sumpf aus Realität und Einbildung, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt.


Rezension


Bevor ich meine Rezension beginne, möchte ich einmal wieder dem wunderbaren Redrum Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars danken.

Dieses Werk, ist das zweite Buch das ich von der Autorin Moe Teratos gelesen habe. Nachdem ich bereits Leichenexperimente aus dem Redrum Verlag stark kritisiert habe, konnte auch diese zweite Chance der Autorin mich keinesfalls begeistern.

Ich hatte gehofft, dass es vielleicht nur an der Thematik des vorherigen Buches lag, jedoch wurde ich hiermit eines besseren belehrt. 

Bevor wir uns in Sachen Inhalt vertiefen, möchte ich vorab einmal die Covergestaltung bewerten, die meiner Meinung nach viel zu einfach gehalten wurde. Zu sehen ist die Anstalt in der die Story ihren Lauf nehmen soll. Jedoch hat man weder einen gewissen Charme in die bildliche Darstellung verarbeitet, noch ist es sonderlich mystisch und gut gelungen. Hätte ich allein dieses Buch so im Laden gesehen, kann ich nicht zu 100% garantieren, dass es in meinem Bücherregal gelandet wäre.

Doch was erwartet uns? Versprochen wird eine spannende Geistergeschichte. Ein mysteriöses Geheimnis der alten Anstalt, die eine Hintergrund Geschichte mit sich trägt, die dem Leser eine Gänsehaut verschaffen soll. 

Dabei erleben wir all dies aus der Perspektive des Jungen Yannick. 

Was ich der Autorin hierbei lassen muss, dass sie wirklich eine toll ausgeschmückte und ausführliche Beschreibung der einzelnen Protagonisten bietet. Somit kommt eine Form der Sympathie auf, die später demnach auch ein gewissen Spannungsbogen erwachen lässt. 

Doch dies ist beinahe auch schon alles, was mich wirklich von der Kunst der Autorin überzeugen konnte. 

Dieses Buch ist überlagert mit faden Klischees. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass diese Form an Aufbau, wirklich heutzutage noch jemanden begeistert und von seinem Inhalt überzeugen kann. Menschen sind verstorben - jetzt spuken sie weiterhin an dem damaligen Platz ihres Todes um sich zu rächen, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Ernsthaft? 

Ich war kurz davor einzelne Passagen zu überspringen. 

Vorhersehbarer und langweiliger geht es demnach kaum. Vielleicht nur eine Leseempfehlung für Leute, die sonst nichts mit diesem Genre am Hut ab und sich vielleicht mal heranwagen wollen, ansonsten ein phänomenaler Flopp. 

Demnach wird meine Rezension wohl auch etwas kürzer ausfallen als sonst. Außer die einzelnen Figuren, konnte mich wie bereits erwähnt nichts von sich begeistern. Die Orte waren einfallslos und unspektakulär. Selten habe ich mich so hingehalten gefühlt, wie während des Lesens dieses Buches. 

Ich habe wirklich versucht der Autorin nochmal eine Chance zu geben. Doch ich von meiner Seite aus kann euch nur sagen: Dieses Autorin wird keinen weiteren Platz in meinem Regal einnehmen. Auch wenn diese Bewertung jetzt etwas krass klingen mag, dies ist lediglich meine eigenen Meinung und sollte keinesfalls zu sehr beeinflussen. 

Vielleicht sieht es ja bei euch schon ganz anders aus und für Leute die den Einstieg in Sachen Horror brauchen, könnte dieses Buch auch genau das richtige sein. 

Auch in Sachen Aufbau und Unterteilung konnte man nicht punkten. Die Kapitel sind teils viel zu lang gehalten und ermöglichen somit auch nicht das spontane Lesen für zwischendurch. 

Thematisch ziehen sich einzelnen Situationen viel zu sehr in die Länge. 

Der Spannungsbogen kam meinem Geschmack nach, viel zu spät. Erst das letzte Viertel des Buches verspricht ein kleines Highlight zu werden. Doch auch in diesem Fall, konnte es mich nicht flashen oder gar durchgehend von sich begeistern. Immerhin ein kleines Licht am Horizont scheint das letzte Viertel jedoch zu bleiben, vielleicht ja auch für euch total ausreichend.

Nun, da ich das Horror und Extrem Genre für meine Leser bewerte und wiedergebe, denke ich nicht das ich es euch persönlich empfehlen kann. Wenn ihr ebenfalls in diese Richtung lesen tut wie ich, dann lasst bloß die Finger davon und spart euch das Geld. 

Sehr, sehr schade. Mir tut es beinahe schon etwas leid aber gerade für die Leser meines Feeds und Blogs, möchte ich hierbei ehrlich bleiben. Das ist mir ganz wichtig. Vielleicht gibt es Ja auch noch ein weiteres Werk der Autorin das viele total von sich begeistern konnte. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass dieses Buch nicht mehr bei mir landen wird, dafür wurde ich jetzt einfach zu oft enttäuscht und habe mir förmlich durch den Verlauf gequält. 

Fazit: Leider eine zweite herbe Enttäuschung der Autorin Moe Teratos. Die Geschichte ist viel zu flach und einfach gehalten. Klischees werden beinahe herzlos herunter geschrieben, an eigenen Kreativität mangelt es meiner Meinung nach total. Es kommt kein wirklicher Lesefluss auf, da man sich leider förmlich durch den Verlauf quälen muss. Das einzige was die Autorin meiner Meinung nach in dieser Geschichte wirklich beherrscht hat, ist die Ausarbeitung der einzelnen Protagonisten und Charaktere, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden. Erst gegen Ende der Geschichte kommt ein Funken Spannungsbogen auf, der den Verlauf aber keinesfalls mehr retten kann. 

Denn flashen konnte er mich, wie bereits erwähnt auch nicht. Ich kann von mir aus demnach nur sagen: Ein drittes Buch der Autorin wird in meinem regal nicht mehr landen. Da Personen so wie das Ende einigermaßen in Ordnung waren, gibt es von mir immer noch lieb gemeinte 2/5 Sterne.