Und mit mir die Angst

11.07.2021

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Information zum Buch


Verlag: Self - Publish

Autor: Daniel Leitner

Erscheinungsdatum: 28. Mai 2021

Buchlänge: 143 Seiten

Genre: Psychothriller

Format: E - Book & Paperback

ISBN: Keine Angabe

Preise:

E-Book: 0.00 Euro Kindle Unlimited

Paperback: 9.99 Euro


Klappentext

Der Mörder wohnt nebenan.
Die Hinterbliebenen schweigen.
Vor beinahe dreißig Jahren verschwand Pfarrer Eden auf unerklärliche Weise. Nun stößt die Journalistin Lana Conroy zufällig auf einen Zeitungsbericht und begibt sich auf die Suche nach Hinweisen. Dass sie damit die Aufmerksamkeit des Killers auf sich zieht, wird ihr erst bewusst, als es längst zu spät ist.
Ein Höllentrip in die Psyche einer verängstigten Zeugin, die Gedanken eines Wahnsinnigen und einen ungelösten Fall, dessen dunkle Geheimnisse tief vergraben liegen. Wer traut sich zurück nach Velvet Cove?
"Ich habe ihm offensichtlich den Schädel zertrümmert. War ich zu brutal?" 


Rezension


Bevor ich mit meiner Rezension beginne, gilt mein Dank dem wunderbaren und herzlichen Autor Daniel Leitner. Dieser hat mir den zweiten Teil erneut als Rezensionsexemplar zukommen lassen.

Viel Dank für dein Vertrauen und deine Mühe.

Basis Information

Ich - Perspektive

Gegenwart

_______________

Erleben tun wir diese Geschichte aus der Sicht einer ziemlich jungen und trotzdem wohl erzogenen Protagonistin.

Man merkt ihr ihre Reife und das Pflichtbewusstsein an. Und auch wenn sie weiß wo ihre Grenzen liegen, testet sie diese manchmal gerne aus.

Denn sie pflegt ein ganz besonderes Hobby in ihrer Freizeit, welches sie mehr prägt, als wie sie eigentlich zugeben möchte.

Sie recherchiert für ihren privaten Blog über ihre Heimat Velvet Cove. Doch nicht irgendwelche Lappalien, nein sie wühlt in den Tiefen jener dunkler Geheimnisse.

Sie möchte unaufgeklärten Mordfällen auf die Schliche gehen und dort weitermachen, wo die örtliche Polizei gescheitert ist oder gar nicht großartig weiter gesucht hat.

Denn in Velvet Cove scheint die Gemeinschaft ganz bewusst zu schweigen und wer weiß schon, inwiefern die Polizei mit involviert ist?

Bei ihren aktuellen Recherchen, die auch dieses Buch der Reihe prägen soll, geht es um das plötzliche Verschwinden eines örtlichen Pastors. Dieser ist vor guten 30 Jahren spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht.

Die Ermittlungen werden dem jungen Mädchen sichtlich schwer gemacht und so geriet in Situationen die mehr als nur gefährlich sind. 

Was für super interessante Charakterführung.

Geprägt durch Tiefgang, Hintergrund Wissen und toll ausgearbeitete Dialoge, bekommen wir einen klasse Story Verlauf geboten. Dieser bringt garantiert eine Menge Spannung und Rätseln mit sich und lässt den Spannungsbogen beinahe zu keiner Sekunde abfallen.

Wir bekommen viel über die persönlichen Seiten der Protagonistin geboten. Somit bauen wir als Leser eine zwischenmenschliche Tendenz auf, die es uns schwerer macht, in gefährlichen Momenten von der Protagonistin abzulassen.

Genau dieser erreichte Punkt, sind Aspekte die die Rezension hochschnellen lassen, denn wir sind gefangen in dem Wahn des Teufelskreislaufs und der gnadenlosen Spannung geprägt durch Nervenkitzel.

Bereits nach wenigen Dialogführungen mit den umliegenden Nachbarn und bekannten wird klar, das in Velvet Cove so ziemlich jeder mehr weiß, als wie er eigentlich zugeben möchte. Dinge werden einfach tot geschwiegen oder gar verdreht, um bloß keine unnötige Unruhe anzustiften.

Wer hier auf mysteriöse Art und Weise verschwindet, oder gar einen leidenden Tod erleben musste, braucht hier nicht unbedingt auf Mithilfe zu hoffen.

Denn auch wenn die Nachbarschaft klein und sehr familiär beschrieben wird, so trägt sie ein äußerst böses und unberechenbares Geheimnis mit sich.

Der Schein trügt.

Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat, sind die brutal ausgeschriebenen Momente.

Zwar müssen wir im zweiten Teil auf diese Aspekte etwas länger warten, als wie in Band I und trotzdem hat sich das warten gelohnt. Die blutigen Szenarien werden präzise und bis ins kleinste Detail gekonnt und realistisch ausgeschrieben.

Demnach gleich an dieser Stelle eine kleine Triggerwarnung - > Nichts für schwache Nerven.

Für meinen Teil hat es im Großen und Ganzen für eine atemberaubende Atmosphäre gesorgt.  Genau dies sind die literarischen Momente, in denen man merkt, der Autor bringt ein gewisses Talent und Können mit sich. Er versteht sein Handwerk und lässt das beschriebene Genre nicht einfach ein Genre sein. Er lebt den Psychothriller und schreibt diesen für uns Leser perfekt aus.

Die bildlichen Vorstellungen die in diesen brutalen Momenten erfolgen, sorgen für ein ganz spezielles und tiefes Leseerlebnis. 

Doch wer hätte es gedacht, sogar für die Romantiker unter uns wurde gesorgt.

Es gibt wenige, jedoch gut umfasste Interpretationen gewisser Liebesszenen. Natürlich sind die in einem eingefleischten Psychothriller weniger präsent, aber sie sind vorhanden. Ein Punkt an den sich viele Autoren nicht heran trauen und man muss ganz ehrlich sagen, in Kombination kann man auch ziemlich viel falsch machen.

Zu viel dieser Punkte wird oft gnadenlos kritisiert, hat man gar nichts in dieser Art mit dabei, empfinden es Leser schnell als eintönig.

Doch Daniel Leitner hat die perfekte Mitte geboten und somit in seinem neuen Buch für ein ausgeglichenes Leseerlebnis gesorgt. Hut ab dafür !

Was genau im Endeffekt aus diesem besonderen Punkt wird, wie sich all dies entwickelt, ob es überhaupt noch einmal angesprochen wird oder sich gar als gnadenlose Intrige entwickelt. Das müsst ihr ganz allein herausfinden, indem ihr euch dieses klasse Buch zulegt. 

Neben dem privaten Hobby der Protagonistin und den Liebesaspekten treibt ein brutaler Psychopath sein Unwesen und sorgt im kleinen Städtchen für Angst und Schrecken.

Gewisse Beziehung entwickeln sich als äußerst toxisch und treiben den Verlauf Emmens an. 

Ps: kleiner Fact -> Erst vor diesem feinen Werk habe ich Bitter Truth von Autorin Lima Strysa gelesen. Wer also auf Story in Sachen toxischer und abhängiger Beziehungen steht, der sollte auch an diesem Buch nicht vorbeigehen.

Gerade aufgrund dessen, kam mir in diesem Buch diese Szenerie etwas zu langatmig vor. Dies liegt aber auf gar keinen Fall als negativer Punkt an dem Buch, nein, vielmehr liegt es daran das die Thematik mich durch das bereits gelesene Buch von Lima zum zweiten Mal in kürzester Zeit etwas gelangweilt hat. 

Hierbei wäre weniger auch etwas mehr gewesen.

Trotz allem aber ein interessanter und ernstzunehmender Punkt.

Das Ende der Story Line haut im großen und Ganzen nochmal richtig raus und lässt den Spannungsbogen in die Höhe schnallen. 

Gerade ich, in diesem Fall besonders als Frau, habe dieses Ende enorm gefeiert und gehyped. 

Wie bereits ein Band I mal wieder eine Hammer geil durchdachte Idee die klasse umgesetzt wurde.

Danke dafür !

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Negatives

Die gewisse Ausarbeitung ein toxischen Beziehung ( wie bereits erwähnt ) wurde mir für meinen Geschmack in einem Psychothriller etwas zu intensiv ausgearbeitet.

Hierbei wäre weniger etwas mehr gewesen und wir hätten uns wieder eher auf das konzentrieren können, was einen Psychothriller wirklich ausmacht. 

Trotz der ganzen positiv genannten Aspekte, kam der zweite Teil leider nicht ganz an den ersten heran. Dieser lebte von etwas mehr direkter Brutalität und gnadenloser Spannung.

Dies basiert aber auch auf völliger Geschmackssache, da er im Ganzen auch gewisser Weise andere Thematiken bearbeitet.


Fazit: 

Was für ein grandioser Auftakt in Sachen Velvet Cove.

Ich für meinen Teil hatte eine riesige Freude beim lesen und konnte wieder eintauchen, in die Zeilen die der wunderbare, talentierte Autor Daniel Leitner für uns bereithält.

All die positiven Aspekte innerhalb der Rezension sprechen ganz klar für eine ausgesprochene Leseempfehlung. Ich hatte gefühlt durchgehend einen prickelnden Spannungsbogen und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. 

Charaktere und örtliche Beschreibungen plus deren Einwohner sind präzise und grandios ausgearbeitet worden. Man fühlt sich wie ein prägender Teil dieser Gesellschaft und fühlt sich sogleich unwohl, denn etwas läuft hier gewaltig schief.

Dieses mystische und unruhige Gefühl hat der Autor bis zur letzten Seite gekonnt ausgespielt und hinterlässt ein fragwürdiges Gefühl in einem.

Es gibt nur sehr kleine, man könnte beinahe sagen ,minimale negative Aspekte die mich gestört haben und die es fast gar nicht wert sind, sie überhaupt zu erwähnen.

Demnach kann ich als Fan der Psychothriller, euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Auch wenn Band I mich ein kleines bisschen mehr von sich überzeugen konnte, aber dies basiert wahrscheinlich auch nur auf persönlicher Geschmackssache.

Von mir bekommt dieses Buch 4,5/5 Fledermäuse.